Was macht Hypertext mit Text? Textlinguistische Einsichten in das be- und entgrenzende Wirken von Paratext und Text in Hypertext

Author: Birgitta Bexten
LOT Number: 244
ISBN: 978-94-6093-0249
Pages: 285
Year: 2010
€34.00
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Was macht Hypertext mit Text?
Textlinguistische Einsichten in das be- und entgrenzende Wirken von Paratext und Text in Hypertext

Hypertexte sind außergewöhnlich. Durch ihre interne und externe Vernetzung fordern sie den Text heraus, die Möglichkeiten seiner Konstitution neu zu definieren und zur Kenntlichmachung der eigenen Grenzen seine Allianz mit dem ihn präsentierenden Paratext zu verstärken. In einem Wechselspiel gegenseitiger Beeinflussung werden die be- und entgren­zenden Eigenschaften des Paratextes derart aufgewertet, dass der Text sich diesbezüglich auf ein Minimum beschränken kann: Das Layout eines Hyper­textes stiftet deutlicher Einheit und Abgrenzung als es der vernetzte Text zu erreichen vermag. Andersherum stellen die hypertexttypische Vernetzung, die damit einhergehende Textsegmentierung und vor allem auch die physisch entgrenzte Einbindbarkeit in das WorldWideWeb spezifische Ansprüche an den Text. Er wird dahin gedrängt, übliche be- und entgrenzenden Mittel an seine virtuelle Umgebung anzupassen: Die weitverbreitete Ersetzung von Pronomina durch Nomina erzeugt beispielsweise eine weitgehende Unabhängigkeit der einzelnen Texteinheiten und einzeltextübergreifende virtuelle Vernetzungen erlauben eine thematische Entgrenzung. Mit der Titelfrage Was macht Hypertext mit Text? sucht diese Arbeit nach einer konsistenten textwissenschaftlichen Erfassung lokaler und -globaler Eigen­schaften vernetzter Texte in ihrer virtuellen Umgebung. Welchen Beitrag liefert der Text, was ist Verdienst des Paratextes? Welche Wirkung hat die Segmentierung des Textes? Wie lässt es sich sprachwissenschaftlich erfassen, wenn Text und Paratext aufs Engste zusammenwirken, wie im Fall von Hyperlinks, wo die Markierung als Hyperlink zum Paratext, der markierte Ausdruck aber zum Text gehört? Welchen Einfluss haben Textaufspaltungen und parallele Textlinien auf den Text? Wie verhält es sich mit der konstitutiv angelegten Möglichkeit Textlinien nicht zu Ende zu verfolgen? Und inwiefern lassen sich hypertextinterne Eigenschaften auf textexterne Vernetzungen übertragen?

Was macht Hypertext mit Text?
Textlinguistische Einsichten in das be- und entgrenzende Wirken von Paratext und Text in Hypertext

Hypertexte sind außergewöhnlich. Durch ihre interne und externe Vernetzung fordern sie den Text heraus, die Möglichkeiten seiner Konstitution neu zu definieren und zur Kenntlichmachung der eigenen Grenzen seine Allianz mit dem ihn präsentierenden Paratext zu verstärken. In einem Wechselspiel gegenseitiger Beeinflussung werden die be- und entgren­zenden Eigenschaften des Paratextes derart aufgewertet, dass der Text sich diesbezüglich auf ein Minimum beschränken kann: Das Layout eines Hyper­textes stiftet deutlicher Einheit und Abgrenzung als es der vernetzte Text zu erreichen vermag. Andersherum stellen die hypertexttypische Vernetzung, die damit einhergehende Textsegmentierung und vor allem auch die physisch entgrenzte Einbindbarkeit in das WorldWideWeb spezifische Ansprüche an den Text. Er wird dahin gedrängt, übliche be- und entgrenzenden Mittel an seine virtuelle Umgebung anzupassen: Die weitverbreitete Ersetzung von Pronomina durch Nomina erzeugt beispielsweise eine weitgehende Unabhängigkeit der einzelnen Texteinheiten und einzeltextübergreifende virtuelle Vernetzungen erlauben eine thematische Entgrenzung. Mit der Titelfrage Was macht Hypertext mit Text? sucht diese Arbeit nach einer konsistenten textwissenschaftlichen Erfassung lokaler und -globaler Eigen­schaften vernetzter Texte in ihrer virtuellen Umgebung. Welchen Beitrag liefert der Text, was ist Verdienst des Paratextes? Welche Wirkung hat die Segmentierung des Textes? Wie lässt es sich sprachwissenschaftlich erfassen, wenn Text und Paratext aufs Engste zusammenwirken, wie im Fall von Hyperlinks, wo die Markierung als Hyperlink zum Paratext, der markierte Ausdruck aber zum Text gehört? Welchen Einfluss haben Textaufspaltungen und parallele Textlinien auf den Text? Wie verhält es sich mit der konstitutiv angelegten Möglichkeit Textlinien nicht zu Ende zu verfolgen? Und inwiefern lassen sich hypertextinterne Eigenschaften auf textexterne Vernetzungen übertragen?

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